Sportgemeinschaft Rot-Weiß Gierath 48/62 e.V.

Das Frühjahrs-Training 2009


Die Teilnehmer des Frühjahr-Trainings 2009

Anfang März trafen sich 8 Teilnehmer der Aikido-Gruppe in Bedburdyck mit vier Gästen aus Köln zum Frühjahrstraining. Dirk Kropp, Leiter der Aikido-Schule "Aikido üben", erläuterte die ethische Vision des Aikido: sich verteidigen können mit Verzicht auf Gewalt!

Wie soll das gehen? Basale, grundlegende Übungsformen, abgesprochene Angriffe und  abgesprochene Schritte, Griffe und Hebel werden mit einem Partner im Wechsel partnerschaftlich und verantwortungsbewusst eingeübt. So ergeben sich viele wohltuende Bewegungsmöglichkeiten, die den Körper in einer angenehmen Weise vom Kopf bis zu den Zehen trainieren. Der Körper wird gedehnt, gestärkt, wird geschmeidig.

"Das Übrige findet in meinem Kopf statt," sagt Dirk Kropp. "Die Konzentration auf meinen Körper hilft mir bei der Entspannung. Ich beobachte meine Füße, ich entspanne den Fuß, die Zehen. Ich beobachte, wie ich mit meinen Händen greife. Fasse ich beherzt zu oder bin ich zurückhaltend oder gar verkrampft? Bin ich in der Lage, mich auf verschiedene Partner angemessen einzustellen, meinen Griff und meinen Krafteinsatz zu variieren?"

Mit dem Aikido-Training entwickeln sich eine Ruhe und eine Konzentrationsfähigkeit. Der respektvolle und verantwortungsvolle Umgang mit dem Partner bereitet den Rahmen für  ein geschütztes Übungsfeld. Werden alte ungünstige Verhaltensmuster erkannt und abgebaut, so bleiben Gelassenheit und Friedfertigkeit auch in schwierigen Situationen erhalten.

Dirk Kropp empfiehlt mit langsamen Bewegungen zu trainieren. Was hat das Langsame, die Langsamkeit, mit Selbstverteidigungskunst zu tun? „So habe ich Zeit, mich zu fühlen, ein Gespür für mich zu entwickeln, auch für den anderen. Ich lerne so viel schneller, die Bewegungsrichtung, die Kraft, die Anspannung meines Partners einzuschätzen. Mein Ziel ist es, meine Ruhe zu behalten, und ohne Stress in einer angemessenen Weise zu reagieren: nämlich gewaltlos!
"

Die Teilnehmer des Frühjahrstrainings übten drei Stunden konzentriert; es blieb ruhig in der Bürgerhalle. Lediglich in der Pause fand ein lebhafter Austausch statt.